Inklusion – Utopie?

Am Montagabend wurde der Kinofilm „Kinder der Utopie“ an der Limesschule in Mögglingen gezeigt. Im Mai diesen Jahres hat der Film bereits für 2 ausverkaufte Kinos in Aalen und Schwäbisch Gmünd gesorgt.

In dem Film geht es um sechs Kinder, die vor 12 Jahren eine Inklusionsklasse besucht haben. Damals war es ein neues Konzept, Kinder mit und ohne Behinderung zusammen zu unterrichten. Jetzt treffen sie sich als junge Erwachsene wieder und erzählen von ihrem Leben und Erfahrungen.

Am Anschluss an den Kinofilm fand eine Podiumsdiskussion statt, bei der Bürgermeister Adrian Schlenker, Annette Schneider, Monika Stanislowski, Adriane Fritz und Barbara Streit Stellung bezogen. Moderiert wurde die Runde von Martin König.

Adriana Fritz und Barbara Streit, beide ehemalige Schülerinnen einer Integrationsklasse, haben viele Parallelen gesehen und betont, wie sehr sie ihre Grundschulzeit positiv geprägt hat durch den gemeinsamen Unterricht mit den Kindern, die Beeinträchtigungen haben. Monika Stanislowski gab zu Bedenken, dass wegen des momentanen Lehrermangels, sich die Situation um eine Erfolg versprechende Inklusion als sehr schwierig darstellt. Seit 2015 die Sonderschulpflicht nicht mehr besteht, sei die Inklusion zwar theoretisch möglich, aber praktisch äußerst schwierig zu gestalten.

Bürgermeister Adrian Schlenker betonte, dass  bereits beim Umbau der Limesschule vor 2 Jahren  Überlegungen zum Thema Inklusion eine Rolle gespielt haben und die bürgerliche Gemeinde dem offen gegenüber steht. Annette Schneider, Mutter einer Tochter mit Down-Syndrom, war wie alle Interessierten zum Thema Inklusion angetan von dem ergreifenden Film und hofft, dass Inklusion keine Utopie bleibt, sondern alle Kinder mit Handicap die Regelschule an ihrem Wohnort besuchen können.

 

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